Blütenspektakel im Winter

Wenn Schnee und Frost den Garten im Würgegriff hat, glaubt man willkürlich, die Natur halte den Atem an und warte einfach auf bessere Zeiten. Wer aber mit offenen Augen und wachem Sinn Garten, Wald und Flur durchstreift, wird trotzdem bereits den einen oder anderen dezenten Blütenzauber entdecken... die ersten zaghaften Vorboten des Frühlings!

Christrose
In manchen Ländern wird sie auch Weihnachts-Rose genannt. Kein Wunder, denn die Christrose erwacht bereits im Dezember, wenn die Kälte die Natur doch scheinbar fest in ihrem Würgegriff hat. Dieses Phänomen sagt viel aus über die Christrose: die Pflanze ist ausserordentlich hart im Nehmen! So robust und pflegeleicht die Pflanze, so vergänglich aber sind ihre Blüten – insbesondere wenn es ein paar Grad zu warm ist. Dann vergrünen die strahlend weissen Blütenblätter schnell.

Winterjasmin
Der verlässlichste Winterblüher ist der Winterjasmin (Jasminum nudiflorum), welcher von Januar bis April blüht. Bei milden Temperaturen zeigen sich die Blüten auch oft schon vor Weihnachten. Winterjasmin stammt aus dem nordwestlichen China und kann als Kletterpflanze oder überhängend an Mauern gepflanzt werden.

Duft-Schneeball
Eine besonders lange Blütezeit zeichnet auch den Duft-Schneeball (Viburnum bodnantense) aus. Oft schon im November beginnen die Blüten, sich zu öffnen und dauern bis in den April an. Die rosaroten Blüten werden im ausgehenden Jahr von den letzten und im neuen Jahr von den ersten Insekten beflogen, weshalb dieses Gehölz auch ökologisch sehr interessant ist.